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Life at magier featuring Karolina Korus, graphic designer. The image shows Karolina's portrait in a tilted card frame with a pink background, alongside the "Life at magier" logo badge. The design uses a light purple dotted background with decorative purple

Karolinas Weg Zu magier

Karolina ist Grafikdesignerin aus Polen und seit Kurzem Teil von magier. Ihren Weg ins Design hat sie sich selbst aufgebaut: über Neugier, viel Ausprobieren, ein iPad, Photoshop, Illustrator und Jobs in Marketing, Branding und Design.

An overview card for Karolina Korus, graphic designer at magier. The layout includes her portrait photo in the center, surrounded by labeled bubbles: her location (Rydułtowy, Poland) next to a purple globe illustration, her favorite project (Weglot's booth design) shown as a screenshot, a fun fact ("My Pinterest boards are more organized than my actual life"), and her superpower ("Pretending I'll stop after 'one last version'"). The design uses a light purple dotted background with decorative purple and pink accents.

Kannst du dich kurz vorstellen und etwas über deinen Weg vor magier erzählen?

Ich bin Karolina, komme aus Polen und arbeite seit ungefähr vier Jahren als Grafikdesignerin.

Vor magier habe ich bei einer der größten Lernplattformen in Polen gearbeitet. Dort war ich vor allem für Visuals für Kampagnen zuständig, für Printmaterialien für unsere Kund:innen und auch für Websites, Landingpages und ähnliche Designaufgaben.

Irgendwann hatte ich aber das Gefühl, festzustecken. Ich hatte dort viel gelernt, aber irgendwann fühlte es sich so an, als hätte ich alles mitgenommen, was ich an diesem Ort lernen konnte. Deshalb habe ich angefangen, mich nach einer neuen, frischen Möglichkeit umzuschauen.

Davor habe ich auch in einer Branding-Agentur gearbeitet. Ich glaube, genau dort habe ich die Grundlagen von Grafikdesign gelernt. Ich habe Grafikdesign nie studiert, ich bin also eher autodidaktisch unterwegs. Aber diese Agentur war ein sehr guter Ort, um von verschiedenen Menschen zu lernen.

Noch davor war ich Social Media Lead in einem größeren Unternehmen. Und ich habe auch eine kleine Vorgeschichte im Finanzbereich. Das war mein erster „richtiger" Job während des Studiums, aber ich habe schnell gemerkt, dass das nicht der Weg ist, auf dem ich langfristig wachsen möchte.

Du hast nicht Grafikdesign studiert. Was hast du studiert und was hat dich in eine kreativere Richtung gebracht?

Ich habe Management und E-Commerce studiert, also etwas, das mit Marketing verbunden war. Darin habe ich auch meinen Master gemacht.

Der lustige Teil ist: Eigentlich wollte ich Grafikdesign studieren, aber ich habe mein Portfolio nicht rechtzeitig eingereicht. Deshalb musste ich mich für einen anderen Weg entscheiden.

Während meines Studiums habe ich viele Menschen kennengelernt und war auch im Erasmus. Durch diese Menschen habe ich verstanden, dass man etwas, das man liebt, auch beruflich machen kann.

Ich habe schon als kleines Kind gerne gezeichnet und kreative Dinge gemacht. Also habe ich mir mein erstes iPad gekauft und wieder angefangen, mehr zu zeichnen. Danach habe ich Photoshop und Illustrator gelernt. Eine Freundin hat mich dann an meine erste Branding-Agentur empfohlen, wo ich als Teilzeit-Designerin angefangen habe.

Später habe ich nach einer Vollzeitstelle gesucht. Nach meiner Zeit im Marketing wollte ich komplett zu Grafikdesign wechseln, und das hat zum Glück funktioniert. Ich glaube, das Universum hat mir irgendwie gezeigt, dass Grafikdesign mein Weg ist, und mich genau dorthin geführt.

Wie lange hat es gedauert, bis aus dem Wunsch Grafikdesignerin zu werden wirklich dein Beruf wurde?

Das ist eine schwierige Frage, weil ich schon als Kind ein bisschen mit Photoshop gearbeitet habe.

Ich hatte damals meinen eigenen Blog und habe einfache Header erstellt, Farben in Fotos verändert und mit Visuals herumgespielt. Ich fand das total schön, aber ich habe damals noch nicht verstanden, dass das etwas sein könnte, womit ich später arbeiten würde.

Ich glaube, vor ungefähr fünf Jahren habe ich angefangen, ernsthafter darüber nachzudenken. Ich habe mehr gelernt, mehr ausprobiert, und dann ist es Schritt für Schritt passiert.

Wo in Polen bist du gerade und wie bist du aufgewachsen?

Im Moment bin ich in meiner Heimatstadt. Sie heißt Rydłutowy, was wirklich schwer auszusprechen ist, ich weiß. Sie liegt in der Nähe von Katowice, einer der größeren Städte in der Region.

Davor habe ich 11 Jahre in Wrocław gelebt. Ich bin fürs Studium dorthin gezogen, und dort hat auch mein Erwachsenenleben und meine erste Karriere angefangen.

Vor sechs Monaten habe ich entschieden, zurück in meine Heimatstadt zu ziehen, um mehr über meine Zukunft nachzudenken. Ich konnte mich einfach nicht mehr richtig in Wrocław sehen. Gleichzeitig träume ich schon länger davon, ins Ausland zu ziehen. Ich entscheide noch, welche Stadt oder welches Land es werden könnte.

Vor dem Studium habe ich in meiner Heimatstadt gelebt, bin hier zur Schule gegangen und war von meinen Freund:innen umgeben. Später bin ich nach Wrocław gezogen und habe viele neue Menschen kennengelernt. Leider sind meine Freundschaften aus der Schulzeit nicht wirklich geblieben, aber ich habe später viele tolle Menschen getroffen, besonders während Erasmus. Mit einigen bin ich immer noch in Kontakt. Ich finde es schön, verschiedene Perspektiven zu teilen und durch ganz normale Gespräche Neues zu lernen.

Was hat dich dazu gebracht, dich für magier zu entscheiden?

Ich habe die Stelle, glaube ich, auf LinkedIn gesehen. Als ich sie gesehen habe, hat sie mich direkt angesprochen. Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll, aber ich habe irgendwie diese besondere Energie gespürt.

Dann habe ich mir die Website angeschaut und mochte das Design-as-a-Service-Modell sehr. Für mich war das etwas Neues und Interessantes, weil ich so etwas vorher noch nicht gesehen hatte.

Ich habe mir auch den Blog angeschaut, und jetzt ist es wirklich schön, selbst Teil davon zu sein.

Ich hatte das Gefühl, dass magier ein großartiger Ort sein könnte, um zu wachsen. Ich habe mir vorgestellt, dass dort viele offene, kreative Menschen arbeiten, von denen ich lernen kann. Und genau so ist es auch. Deshalb freue ich mich sehr, hier zu sein.

Du bist jetzt seit einem Monat hier. Wie sieht dein Arbeitsalltag bei magier aus?

Ich bin ein Mensch, der gerne früh aufsteht. Meistens starte ich meinen Tag gegen 7 Uhr. Ich lerne noch, wie ich das mit dem Rhythmus des Teams verbinde, weil die Arbeit hier eher gegen 9 Uhr startet.

Ich mache mir gerne einen Kaffee, frühstücke und schreibe mir eine To-do-Liste für den Tag. Ich notiere, welche Aufgaben zuerst kommen sollten, und manchmal auch erste Ideen, wenn mir schon etwas zu einer Aufgabe einfällt.

Danach fange ich meistens mit dem Design an. Wenn ich ein Problem habe, versuche ich es gemeinsam mit meinem Art Director zu lösen. Ich versuche außerdem, mehr strategisch zu denken. Also nicht nur etwas Visuelles zu gestalten, sondern stärker darüber nachzudenken, warum etwas auf eine bestimmte Weise funktionieren sollte. Das war ich aus meinem vorherigen Job nicht so gewohnt.

Du arbeitest mit einer Gruppe von Designer:innen und einem Art Director. Wer ist dein Art Director?

Mein Art Director ist Lorenzo.

Er ist wirklich nett und unterstützt mich sehr. Wenn ich ein Problem habe, kann ich ihm schreiben, und er hilft mir dabei, eine Lösung zu finden.

Welche Aufgaben machen dir im Grafikdesign am meisten Spaß und welche sind am schwierigsten?

Am meisten Spaß macht es mir, wenn ich Ideen habe und damit experimentieren kann. Ich mag es, verschiedene Varianten und Richtungen auszuprobieren.

Was ich bei magier besonders schön finde, ist, dass man bei manchen Aufgaben die Freiheit hat, mehr zu zeigen, als Kund:innen vielleicht normalerweise erwarten würden. Man kann unterschiedliche Perspektiven ausprobieren und mehr Ideen in den Designprozess einbringen. Das finde ich richtig cool.

Am schwierigsten ist es, wenn die Deadline sehr eng ist. Manchmal funktioniert der Kopf nach einem langen Tag einfach nicht mehr so gut, und es ist schwerer, auf gute Ideen zu kommen. Aber durch die Kommunikation mit Lorenzo wird es einfacher. Manchmal schreibe ich ihm einfach, dass ich gerade nicht weiterkomme, und er hilft mir, einen Weg zu finden.

Wie gehst du mit kreativen Blockaden um?

Meistens muss ich meine Umgebung verändern. Ich gehe raus, hole frische Luft und versuche, meinen Kopf etwas freizubekommen.

Am besten funktioniert es für mich, die Aufgabe zu schließen, schlafen zu gehen und mit einem frischen Kopf zurückzukommen. Das ist natürlich nicht immer möglich, besonders wenn die Deadline eng ist.

Dann probiere ich verschiedene Ideen aus und suche nach Inspiration, die mir vielleicht nicht sofort in den Sinn gekommen wäre. Manchmal finde ich etwas, das sich mit meiner Aufgabe verbinden lässt. Manchmal funktioniert es, manchmal nicht. Aber ich glaube, das gehört einfach zu diesem Job dazu.

Was hast du seit deinem Start bei magier gelernt?

Ich habe gelernt, wie wichtig Kommunikation im kreativen Prozess ist.

In meinen früheren Jobs und auch in meiner eigenen Freelance-Arbeit habe ich gemerkt, dass Kommunikation der Schlüssel ist. Manchmal hat der Kunde oder die Kundin eine bestimmte Vision, und man selbst hat eine andere. Dann ist es wichtig, gemeinsam durch die Aufgabe zu gehen und zu verstehen, wie etwas funktionieren soll.

Bei magier kann ich zum Beispiel mit Lorenzo gemeinsam durch ein Ticket gehen und über die Aufgabe, die Richtung und die Details sprechen. Das hilft mir im Designprozess sehr.

Wie hat dir deine Rolle bei magier geholfen, dich beruflich oder persönlich weiterzuentwickeln?

Ich glaube, ich habe gelernt, meinen eigenen Ideen mehr zu vertrauen.

Weil ich mir Design selbst beigebracht habe, kämpfe ich manchmal mit Imposter-Syndrom. Ich denke dann, dass etwas nicht gut genug ist oder besser sein könnte. Deshalb ist es sehr schön, wenn ich Lorenzo oder einem anderen Director etwas zeige und sie es mögen, obwohl ich innerlich vielleicht noch gezweifelt habe.

Ich bin auch offener für Feedback geworden. Manchmal müssen Ideen verändert werden, weil der Kunde oder die Kundin andere Bedürfnisse hat. Ich glaube, es fällt mir jetzt leichter, dieses Feedback anzunehmen und es nicht persönlich zu nehmen.

Außerdem lerne ich, schneller zwischen Aufgaben zu wechseln. Manchmal muss etwas sofort geändert werden, und man muss schnell reagieren. Ich denke, das wird mit der Zeit alles noch besser.

Welche Art von Design machst du besonders gerne?

Ich mag Branding sehr.

Manchmal mache ich Branding-Projekte für Kund:innen, und ich mag den gesamten Prozess. Man startet damit, strategisch darüber nachzudenken, wie eine Marke aussehen sollte. Danach geht man durch den Designprozess und achtet darauf, dass alles zu den Werten der Marke passt und dazu, wie der Kunde oder die Kundin die Marke sieht.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich Branding hier bei magier machen würde, weil der Prozess anders ist als bei eigenen Projekten. Aber Branding ist definitiv etwas, das mir sehr gefällt.

Ich mag auch Illustration. Ich lerne noch, weil ich keinen festen Stil habe. Eine Zeit lang wollte ich unbedingt lernen, Kinderbuchillustrationen zu machen, und ich hatte sogar den Wunsch, ein eigenes Kinderbuch mit Illustrationen zu veröffentlichen. Im Moment wechsle ich aber noch zwischen verschiedenen Stilen und probiere vieles aus.

Hast du einen bevorzugten Designstil?

Ich mag minimalistisches Design sehr. Ich mag es nicht, wenn zu viele Dinge in einem Visual herumschweben.

Ich mag subtile Farben, aber ich spiele auch gerne mit kräftigen Farben. Es hängt sehr vom Projekt ab, aber grundsätzlich zieht es mich eher zur minimalistischen Seite des Designs.

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich liebe Tanzen. Ich tanze seit ungefähr vier Jahren High Heels. Es ist anstrengend, aber auch eine sehr schöne Möglichkeit, den Kopf auszuschalten und runterzukommen.

Ich liebe auch Reisen. Das ist einer der Gründe, warum ich davon träume, woanders zu leben. Ich möchte neue Kulturen kennenlernen, und ich bekomme durch Reisen sehr viel Inspiration.

Für mich ist Reisen eine der besten Möglichkeiten, neue Ideen zu finden. Außerdem bin ich gerne aktiv. Ich gehe gerne laufen, spazieren, Inliner fahren und solche Dinge.

Tanzst du professionell oder eher als Hobby?

Es ist eher so, dass ich Kurse besuche.

Ich würde nicht sagen, dass ich professionelle Tänzerin bin. Es ist mehr ein Hobby, das mir hilft, mich zu entspannen und meinen Körper zu bewegen.

Gibt es eine Stadt, die dich kreativ besonders inspiriert hat?

Amsterdam hat mich sehr inspiriert.

Ich war überrascht, wie alles dort aussah. Sogar die Fenster waren so sauber. Die Designs wirkten sehr clean, aber gleichzeitig richtig schön. Ich habe es dort sehr gemocht.

Nach meiner Reise nach Amsterdam habe ich ein Branding-Projekt für einen Ort gemacht, an dem man Stroopwafels kaufen kann. Das wurde eines meiner liebsten Passion Projects.

Rom inspiriert mich auch sehr. Die Stadt ist voller Kunst, Skulpturen und Gemälde. Man kann sich einfach umschauen und überall Inspiration finden.

Und Fun Fact: Ich denke darüber nach, nach Lissabon zu ziehen. Vielleicht noch nicht dauerhaft, aber ich würde gerne im September dorthin. Ich muss nur schauen, wie die Ticketpreise sind.

Wenn dein Morgenkaffee dir für einen Tag eine Superkraft geben würde, welche wäre das?

Ich glaube, es wäre großartig, unbegrenzt viele Ideen zu haben. Ideen, die nie enden.

Aber es müssten einzigartige Ideen sein, keine sich wiederholenden. Das wäre wirklich toll.

Veröffentlicht am

July 6, 2026

Lesedauer

5 min

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