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Veröffentlicht am
March 4, 2026
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5 min
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Von Paris zu magier: Slints Weg
Mit 17 von Hannover nach Paris – Slint hat früh den Schritt ins Unbekannte gewagt. Was als Abenteuer begann, wurde zur internationalen Designkarriere. Heute arbeitet sie als Art Director bei magier – remote, strukturiert und mit einer großen Leidenschaft für Branding.
Im Interview erzählt sie, wie sie zur Gestaltung gefunden hat, warum sie Bauhaus liebt und was gute Kommunikation im Design wirklich bedeutet.

Wie bist du bei magier gelandet?
Ich komme ursprünglich aus Hannover und bin mit 17 nach Paris gezogen, um Art Direction zu studieren. Das Lustige ist: Ich war in der Schule richtig schlecht in Französisch – fast hätte ich wegen Französisch mein Abi nicht geschafft.
In Paris habe ich zuerst als Au-pair gearbeitet. Nebenbei habe ich ein Praktikum bei einem deutschen Startup gemacht – ManoMano, so eine Art Alternative zu IKEA. Eigentlich war ich dort als Community Managerin für Social Media angestellt, aber ich habe eng mit dem Grafikteam zusammengearbeitet. So bin ich ins Design gerutscht.
Irgendwann war klar: Ich will Art Direction studieren. In Deutschland gibt es diesen Studiengang in der Form kaum, also bin ich in Frankreich geblieben – auch wenn das erste Jahr extrem hart war. Ich habe teilweise kein Wort verstanden.
Ich habe an der ECV Design studiert und insgesamt etwa sechs Jahre in Paris und drei Jahre in Bordeaux gelebt.
Nach vier Jahren in einer Pariser Designagentur war ich irgendwann ausgebrannt. Großstadt, Agenturalltag – das kann intensiv sein. Also habe ich eine Pause eingelegt und bin viel gereist – nach Zentralamerika, Asien und durch Europa.
Als ich nach Deutschland zurückkam, wollte ich bewusst remote arbeiten. Ich wollte aus meinem Safe Space heraus arbeiten – von zuhause. So bin ich auf magier gestoßen und habe mich beworben.
Und jetzt bin ich hier.
Warum Startup statt Agentur?
Ich liebe Agenturarbeit – gerade für junge Designer:innen ist sie unglaublich wertvoll. Man lernt viel über Print, technische Details, Umsetzung und vor allem, wie man Designentscheidungen gegenüber Kund:innen verteidigt.
Das schätze ich auch an magier: Wir arbeiten mit unterschiedlichen Kund:innen, was bedeutet, dass man ständig dazulernt.
Gleichzeitig mag ich die Startup-Atmosphäre. Das junge Team, der Zusammenhalt, die Energie. Bei magier spürt man, dass alle sich gegenseitig unterstützen. Das ist anders als in einer klassischen Agentur – nicht besser oder schlechter, aber anders. Und genau das hat für mich gerade gepasst.
Hast du während deiner Reisen freiberuflich gearbeitet?
Ja, ich freelanciere seit etwa einem Jahr nebenbei. Nach meiner Agenturzeit habe ich kleine Projekte fĂĽr Leute aus meinem Umfeld ĂĽbernommen.
Eine alte Freundin hat zum Beispiel ihr eigenes Modelabel gegründet – dafür durfte ich gestalten. Das war super spannend. Viele kleine, persönliche Projekte.
Aber ich merke auch, dass ich noch wachsen möchte – vor allem was Prozesse, Strukturen und größere Systeme angeht. Und ich glaube, magier ist dafür genau der richtige Ort.
Welche Art von Design liegt dir am meisten?
Ich liebe Bauhaus. Und ich liebe Branding.
FĂĽr mich ist Branding die Grundlage von allem. Wenn du kein Branding hast, hast du keine Marke. Es definiert, wie du kommunizierst, welches Bild du nach auĂźen gibst und wofĂĽr deine visuelle Sprache steht.
Persönlich mag ich Minimalismus, Konzeptstärke und Funktionalität. Ich habe außerdem eine kleine Leidenschaft für Raster und Typografie – wahrscheinlich meine deutsche Seite.
Aber im Kund:innenkontext geht es nie um meinen persönlichen Stil. Natürlich habe ich Vorlieben. Doch am Ende zählt, was für die Marke am besten funktioniert.
Design ist Problemlösung – nicht Selbstdarstellung.
Welche Skills braucht man als Art Director?
Organisation und Planung sind fĂĽr mich die wichtigsten Skills.
Als Art Director übersetzt man ständig zwischen verschiedenen Parteien. Der Kunde kommuniziert seine Wünsche an mich. Ich übersetze das für die Designer:innen. Sie geben mir ihre Ergebnisse zurück. Und ich kommuniziere sie wieder an den Kunden.
In jedem dieser Schritte kann es zu Missverständnissen kommen. Deshalb sind klare Kommunikation, Struktur und Zeitplanung entscheidend.
Früher, als ich „nur“ designed habe, war mir das in dem Ausmaß nicht bewusst. Heute weiß ich, wie wichtig Präzision und Klarheit sind.
Wie sieht Kommunikation bei magier im Alltag aus?
Ich kommuniziere eigentlich ständig – mit Designer:innen, mit Kund:innen, mit dem Team.
Es geht darum, das richtige Maß im Briefing zu finden: genug Details, damit die Richtung klar ist, aber auch genug Freiraum für Kreativität.
Und es hängt stark von der Person ab, mit der man arbeitet. Manche brauchen mehr Kontext, andere weniger. Man passt sich an.
Wie ist es, in einem multikulturellen Team zu arbeiten?
Ich liebe es.
Ich habe in Deutschland und Frankreich gelebt und viel gereist – deshalb fühlt sich ein internationales Team für mich sehr natürlich an. Unterschiedliche Kulturen bringen verschiedene Perspektiven, Humor und Kommunikationsstile mit.
Humor ist ĂĽbrigens extrem wichtig. Er macht vieles leichter.
Ich spreche Deutsch, Französisch, Englisch und lerne gerade Spanisch. Manchmal ist es witzig – ich habe alle Fachbegriffe im Design auf Französisch gelernt und muss manche Begriffe im Deutschen erst wieder neu lernen.
Aber genau das macht es spannend.
Was machst du auĂźerhalb der Arbeit?
Reisen ist weiterhin eine große Leidenschaft. Neue Orte, neue Kulturen – das inspiriert mich sehr.
Ich verbringe viel Zeit mit Freund:innen. Und Kunst begleitet mich immer – sei es durch Ausstellungen, Architektur oder visuelle Eindrücke im Alltag.
Die Jahre in Paris haben mich definitiv geprägt. Man ist dort ständig von Kreativität umgeben.
Hast du schon remote von unterwegs gearbeitet?
Ja, und das ist etwas, das ich sehr schätze. Remote Work gibt Freiheit und Flexibilität. Man kann sein Leben anders strukturieren und trotzdem hochwertige Arbeit liefern.
Für mich ist diese Mischung aus Eigenständigkeit und Teamarbeit ideal.
Wie wĂĽrdest du magier in einem Wort beschreiben?
Magical.
Das passt einfach – zum Namen und zur Energie im Team.
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